Informationen vom WBL-MR-Hessen

Wasser- und Bodenverbände Hessen - Maschinenringe Hessen

  1. Die Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Maschinenringe Hessen e.V. tagte am 03. April 2019 in Groß-Umstadt. Ort der Veranstaltung war das DLG-Testzentrum. „Welcher Ort passt besser zu uns?“, so der Landesvorsitzende Fritz Schäfer in seiner Begrüßung. Die Antwort auf die Frage - moderne Technik, innovative Zukunftslösungen, Landwirtschaft 4.0 – all das wird hier in Groß-Umstadt getestet, für all das steht der Landesverband der Maschinenringe Hessen e.V.
     
    Dies bestätigte in seinen Grußworten auch der Geschäftsführer der DLG, Herr Dr. Reinhard Grandke. Er stellte das DLG-Testzentrum und die DLG als nationale und internationale Gesellschaft vor. Die Wirkungsstätten sind vielfältig, die Ergebnisse richtungsweisend und das Highlight der DLG, die Ausrichtung der Agritechnica, weltweit einzigartig.
    Herr Grandke ließ es sich auch nicht nehmen, in seinen Begrüßungsworten auf die momentane Problematik der Landwirtschaft in dem gesellschaftlichen Disput einzugehen.
     
    Unter den Ehrengästen des Tages konnte Fritz Schäfer auch den Vize-Präsidenten des Hessischen Bauernverbandes, Herrn Stefan Schneider, begrüßen. Herr Schneider war begleitet von Herrn Koch, dem ständigen Vertreter des Hessischen Bauernverbandes im Vorstand der Maschinenringe Hessen e.V.
    Fritz Schäfer betonte die ausdrücklich gute Zusammenarbeit zwischen der berufsständischen Vertretung und den Maschinenringen Hessen.
     
    Der Lohnunternehmerverband war durch den Präsidenten, Herrn Frank Scholz, vertreten, der ebenfalls vom Vorsitzenden herzlich begrüßt wurde und der auch im Vorstand der Maschinenringe mitwirkt. Herr Scholz bereichert die vielfältigen, richtungsweisenden Initiativen, insbesondere durch seine Kenntnis im Straßenverkehrsrecht. Das gemeinsame zukünftige Projekt, die Landschaftspflege, wird sowohl vom Lohnunternehmerverband, als auch von den Maschinenringen Hessen als interessante Zukunftsaufgabe gesehen.
     
    Georg-Friedrich Michel, Verbandsvorsteher des Maschinen-, Boden- und Landschaftspflegeverbandes Südhessen, begrüßte die Mitglieder der Maschinenringe in seinem Verbandsgebiet. Wasser- und Bodenverbände und Maschinenringe haben eine gemeinsame Geschäftsführung und denselben Aufgabenbereich im Dienst an den Mitgliedern. Der MBLV Südhessen erstreckt sich über 5 Landkreise. Er hat einen Maschinenpark, der sich von klassischen Bodenbearbeitungsgeräten über mehr als 40 Traktoren bis hin zu Weinvollerntern erstreckt. Neben den klassischen Tätigkeiten im Rahmen der überbetrieblichen Maschinenvermittlung, erledigt der MBLV Südhessen auch die Koordination des Rübenrodens und der Rübenabfuhr gemeinsam mit der Transportgemeinschaft Überrhein. Die Transportgemeinschaft Überrhein agiert länderübergreifend in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.
     
    In dem Geschäftsbericht der Mitgliederversammlung geht Herr Schäfer insbesondere auf die Erfolge beim Umsetzen des Breitbandausbaus und die weitere Festigung des hessenweit verbreiteten RTK-Signals ein. Die Zukunft der Arbeitserledigungen mit Unterstützung digitaler Systeme hängt insbesondere von der ständigen Verfügbarkeit der Korrektursignale ab. Der Maschinenring gewährleistet im gesamten hessischen Raum eine hundertprozentige Abdeckung mit dem RTK Signal. Die Mitgliedsbetriebe haben die Chance, für geringe Benutzungsgebühren an der digitalen Zukunft der Landwirtschaft teilzuhaben.
     
    Der Geschäftsführer Uwe Roth geht auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen ein, die sich erfreulicherweise nach oben bewegen. Durchschnittlich hat der Mitgliedsbetrieb eine Flächenausstattung von 49,7 ha.
    Unter den Tochtergesellschaften geht Herr Roth besonders auf die Betriebs- und Haushaltshilfe Hessen GmbH ein. Diese GmbH, die gemeinsam mit den Landfrauen und dem Hessischen Bauernverband gegründet wurde, beschäftigt sich ausschließlich mit landwirtschaftlicher Betriebs- und Nothilfe. Hier werden ständig Mitarbeiter gesucht, die, so der Geschäftsführer, geregelte Arbeitszeiten und gutes Einkommen haben. Die Betriebshilfsdienst Hessen GmbH sucht ständig neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
    Im Anschluss an die Regularien wird das Testgelände der DLG besichtigt. Das Resümee der Teilnehmer ist, dass hier hochgradig professionell Landtechnik für die Praxis beurteilt und getestet wird.

  2. Wie in jedem Jahr, veranstaltete der WBL Hessen auch in diesem Jahr wieder einen Vortragsnachmittag am 2. Tag (Dienstag) der Landwirtschaftlichen Woche in Gernsheim.

    Hauptthema hierbei war der Rekordsommer 2018 unter dem Motto "Wenn das Wasser knapp wird".

    Neben Herrn Scheyer (LLH Griesheim) zum Thema "Wassersparen bei der Bewässerung" und Frau Reischl (RP Darmstadt) zum Thema "Das Wasserrecht/Die Entnahmeerlaubnis", referierte der Geschäftsführer Uwe Roth zum Thema "Der Beregnungsverband - Pflichten und Rechte". 
    Die Veranstaltung fand großes Interesse seitens der zahlreichen Teilnehmer.


    Außerdem waren die Kollegen der Wasserrahmenrichtlinien-Beratung sowie Herr Cengiz (MR Hessen GmbH) jeweils wieder mit einem Stand im Foyer der Stadthalle vertreten.
  3. Am vergangenen Freitag (14.12.) fand der Tag der hessischen ÜMV 2018 in Eltville statt.
    Nach der Begrüßung durch den Verbandsvorsteher Friedrich Schäfer und den Geschäftsführer Uwe Roth übernahm der Referent Gerhard Schmidt (Dozent, Moderator, Berater und Coach aus Menden) das Wort und hielt einen Vortrag zum Thema "Landwirtschaft muss mutiger und lauter werden!".
    Nach gemeinsamer Mittagspause im ehemaligen Weinkeller des Guts Baron Knyphausen, einigen internen Themen und Bekanntgaben, führte der Baron die Gruppe über den Hof des Weinguts und in die vor kurzem neu eröffnete Vinothek. Dort erläuterte er die Familien- und Entstehungsgeschichte und stand für Fragen zur Verfügung.

  4. 01. Juni 2018
    Am vergangenen Freitag durfte der WBL Hessen, zusammen mit Herrn Dr. Hüther und Herrn Diesner (HMUKLV), eine Delegation aus Korea in Griesheim begrüßen.

    Den Vormittag verbrachte die 5-köpfige Gruppe, die in Korea ebenfalls im Bereich der Wasserwirtschaft tätig ist, zunächst im Umweltministerium in Wiesbaden.

    Gegen Mittag fand dann das Treffen in Griesheim statt, bei dem der Geschäftsführer des WBL Hessen, Uwe Roth, einen umfangreichen Einblick in die Strukturen und Abläufe eines Wasser- und Bodenverbandes, sowie des WBL Hessen als Dachverband gab.

    Die Delegation zeigte sich interessiert und gab ebenfalls einen Einblick in die Abläufe in Korea, wodurch eine rege Frage-Antwort-Diskussion entstand.

    Am frühen Abend verabschiedeten sich die Teilnehmer und konnten hoffentlich mit vielen lehrreichen Erkenntnissen die Heimreise antreten.

  5. Während des diesjährigen Maschinenring Seminares in Inzell unterzeichneten Herr Friedrich Schäfer (Verbandsvorsteher des MR Hessen) und Herr Henry Thiele (Geschäftsführer der DEULA Witzenhausen GmbH, Bildungszentrum) einen Kooperationsvertrag vor dem Hintergrund der Landschaftspflege als wichtige Aufgabe der Zukunft.
    Die Maschinenringe und Wasser- und Bodenverbände nehmen die Herausforderung an!
    Für eine bessere Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Ringe und Verbände, wird die DEULA Witzenhausen GmbH deren Ausbildung übernehmen. Mit Unterstützung der BG und der Naturschutzverbände werden die Teilnehmer zukünftig geschult.
                  
    Ausführliche Informationen finden Sie hier:
  6. Anfang Februar fand in Inzell wieder das jährliche Fortbildungsseminar des WBL und MR Hessen für 
    Verantwortliche der Landtechnischen Fördergemeinschaften, Wasser- und Bodenverbände,
    Maschinenringe und Lohnunternehmer aus Hessen statt.

    Das Thema in diesem Jahr lautete:  - Landwirtschaft in ihrer Vielfalt begreifen und stärken-.
     
    Wir freuten uns über hochrangige Gäste wie Herrn Dr. Harald Schaaf (LHL), Herrn Christian Dürnberger (Uni Wien), Herrn Peter Klingmann (MGH Gutes aus Hessen GmbH), Herrn Dr. Jürgen Becker (RP Gießen), Herrn Henry Thiele (Deula Witzenhausen), Herrn Christoph Luderschmid (St. Johannes Werkstätten), Herrn Thomas van Elsen (Uni Kassel), Herrn Dr. Jörg Hüther (HMUKLV) und Herrn Dr. Christian Halm (Kanzlei Halm&Preßer).

    Im Namen der Vorstände und Geschäftsführer der hessischen Wasser- und Bodenverbände und Maschinenringe bedanken wir uns herzlich für diese ereignis- und lehrreiche Seminarwoche!
     
     

  7. Der WBL und MR Hessen zu Gast in Gernsheim:


    (Von links: Erol Cengiz, Nina Leßmann, Friedrich Schäfer (Verbandsvorsteher), Uwe Roth (Geschäftsführer), Hans-Georg Becker, Rebekka Schaupmeier, Matthias Schwaiger)

    Auch in diesem Jahr war der WBL und MR Hessen wieder auf der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen in Gernsheim vertreten.
    Neben einem Stand im Foyer der Stadthalle, der für den WBL Hessen durch die Kollegen der Abteilung Wasserrahmenrichtlinien-Beratung sowie für den MR Hessen durch Herrn Cengiz vertreten wurde, fand am Montag, den 29.01.2018 auch ein Vortragsnachmittag des WBL Hessen statt.
    Der Geschäftsführer des WBL Hessen, Uwe Roth, führte hierbei durch die Vorträge. Referiert wurde durch Herrn Janssen vom Deutschen Wetterdienst zum Thema "Klimawandel - Ein Blick in die Zukunft", Herrn Lionel Born (Spacenus GmbH) zum Thema "SIITAg - Die präzise Düngung von morgen" sowie dessen Vater, Herrn Dr. Jürgen Born (Spatial Business Integration GmbH) zum Thema "Solorrow - Präzision-LW endlich einfach".
    Die Veranstaltung war gut besucht und fand allgemein Anklang.

  8. Wasser ist ein Allgemeingut und der Ursprung allen Lebens. Daher sollte jeder Bürger zunächst prüfen, welchen Beitrag er selbst zum Schutz unserer Gewässer beitragen kann. So begonnen versachlicht sich die Diskussion um Wasserverschmutzung, denn jeder Deutsche verunreinigt täglich durchschnittlich 120 Liter Trinkwasser. Der größte Teil davon wird zur Beseitigung unseres Schmutzes verbraucht und der geringste Teil nur zum Trinken.

    Wer hat vor diesem Hintergrund das Recht, die Landwirtschaft pauschal für die schlechte Wasserqualität in der Region zu verurteilen, und – wo kommt sauberes Wasser her?

    Trinkwasser sammelt sich in großen Mengen unter Ackerland, welches als Biofilter Umweltgifte, sauren Regen, Kerosin der Weltreisenden oder belasteten Feinstaub aus dem Regenwasser entfernt. Das funktioniert aber nur recht gut, weil Landwirte  der Versauerung der Ackerböden durch regelmäßige Kalkdüngung entgegenwirken und damit die Filtereigenschaften der Böden stabilisieren.  Weiterhin wird durch den Anbau und die Ernte von Kulturpflanzen sowie den Anbau von Zwischenfrüchten mineralisierender Stickstoff in der Oberkrume der Böden gehalten und zum Teil  über das Erntegut abgefahren. Unter Ackerland ist die Sickerwasserspende an das Grundwasser erheblich größer als unter Grünland oder unter Wald.

    Landwirtschaftliche Nutzung der Ackerböden macht Regenwasser zu Trinkwasser. Entlohnt werden die Landwirte dafür nicht.

    Wenn man den Böden Nährstoffe entzieht, dann muss man diese dem Boden auch wieder zurückgeben. Nur so können sie die Filterfunktion durch Bodenflora und Bodenfauna aufrechterhalten. Organische Dünger, dazu gehören auch Gülle und Gärreste, sind wesentliche Elemente im Kreislaufsystem. Sie sind nachhaltig verfügbar, ressourcenschonend und stellen nebenbei auch noch unsere Ernährung sicher.

    Höchstwertige Nahrungsmittel sollen  zu europaweit niedrigsten Preisen bereitgestellt werden. Das ermöglicht Luxuskonsum und daraus resultiert wirtschaftliches Wachstum. Und aus Wachstum entsteht noch mehr Wohlstand.

    Billige Nahrungsmittel sind des Volkes Wille –  oder warum sonst kaufen so viele Bürger beim Billigdiscounter ein?

    Die Erzeugung von Nahrungsmitteln  zu niedrigem Preis ist nur auf großen Flächen und in großen Ställen möglich. Das ist staatlich auch gewollt, wird gefördert und macht unsere Gesellschaft satt. Eine satte und nach Wohlstand strebende Gesellschaft ist eben berechenbarer als eine hungrige.

    Die Veränderung der Agrarstrukturen ist durchaus eine Herausforderung für die Landwirtschaft. Dazu zählen auch die lokal höheren Mengen an organischen Düngern. Jedoch allein aus wirtschaftlicher Sicht ist es notwendig, die Düngung an den Nährstoffentzug durch die Kulturpflanzen anzupassen. So vermeiden die Landwirte gleichzeitig eine zusätzliche N-Belastung des Grundwassers durch den Kulturpflanzenanbau.        

    Was hohe Nitratgehalte im Grundwasser betrifft, so ist in jedem Fall ein belastbares geologisches Gutachten Grundvoraussetzung zur Ursachenermittlung. Höchst vorsorglich besteht für Landwirte die Möglichkeit, den natürlichen N-Eintrag in das Grundwasser durch Zwischenfruchtanbau und N- Düngung unterhalb einer optimalen Nährstoffversorgung der Feldfrüchte  zu  reduzieren. Dann filtert der Boden noch besser.

    Ob das auch ohne Kostenbeteiligung der Wasserverbraucher/ Verschmutzer erfolgen sollte, muss in Anlehnung an den Nutzen für die Gesellschaft genau hinterfragt werden.

    Eines gilt es aber auf jeden Fall festzuhalten: Bevor man praktizierenden Landwirten polemisch unterstellt, dass sie das Grundwasser absichtlich vergiften, sollte sich jeder Kritiker sachkundig machen. Anschließend können Argumente ausgetauscht werden und man könnte auch gemeinsam weitere Verbesserungen erarbeiten. Das wäre zielführend.

    Allein Landwirte können die Filterfunktion der Flächen sicherstellen – und nebenbei auch die Gesellschaft satt machen. Menschen, die sich nicht um das tägliche Brot sorgen müssen, können ihre Umwelt aufmerksam beobachten und sich einbringen wann immer sie es wollen. Das ist Lebensqualität, bereitgestellt von Landwirten für alle Bürger.

    Eine Stellungnahme des Wasser- und Bodenverbandes „Fuldaer Land“ zur Diskussion um das Wasserschutzgebiet Großenlüder

    Dr. H. Kimpel-Freund, GF WBV Fulda

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    Gruppenbild
    Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid mit (v.l.) Siegfried Sudra (ZVG Dieburg/AGGL), Bernd Petermann (ZWO Stadt und Kreis Offenbach) und Uwe Roth (WBL Hessen).

    Die Verträge zur Gewässerschutzberatung der Landwirte im Hessischen Ried, in der Untermainebene sowie im Bereich Bergstraße/Odenwald sind jetzt um drei Jahre verlängert worden. Die entsprechenden Unterlagen sind im Regierungspräsidium Darmstadt von Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid unterzeichnet worden. Vertragspartner sind der Wasser-, Boden-, und Landschaftspflegeverband Hessen, der Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg, der Zweckverband Stadt- und Kreis Offenbach und die Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft.

    Wie die Behörde weiter erläutert, sind die ersten Verträge über eine Gewässerschutzberatung zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie bereits Ende Dezember 2010 unterzeichnet worden. Hierdurch wurde den Maßnahmenträgern die Aufgabe übertragen, durch eine gezielte grundwasserschutzorientierte Beratung der Landwirtschaft zu einer Reduzierung des Stickstoffeintrags in das Grundwasser beizutragen.

    In den Bereichen Odenwald/Bergstraße und Untermainebene wird den Landwirten bereits seit 2011 eine Gewässerschutzberatung angeboten. Im Hessischen Ried wurde 2012 in den Maßnahmenräumen Südliches Ried und Riedsande mit der Beratung begonnen; diese konnte im Jahr 2014 auf die Räume Bergstraße und Nördliches Ried ausgeweitet werden.

    Die Verträge über die Aufgabenübertragung wurden in den vergangenen Jahren wiederholt verlängert, so dass sich die Beratung inzwischen sehr gut etablieren konnte und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Beraterinnen bzw. Beratern und den Landwirten entstanden ist. Die Teilnahme der Landwirte beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und dem Kooperationswillen aller Beteiligten.

    Derzeit nehmen an dem Beratungsprojekt in den drei Maßnahmenräumen mehr als 100 Leitbetriebe mit ca. 600 Dauerbeobachtungsflächen teil. Die tatsächlich mit verschiedener Intensität beratenen Landwirte übersteigt jedoch diese Anzahl um ein Vielfaches. In Verbindung mit der Gewässerschutzberatung werden den Landwirte auch kostenfreie sogenannte Nmin-Beprobungen ihrer landwirtschaftlichen Flächen und Pflanzen-untersuchungen angeboten.

    Ziel ist es, den Düngemitteleinsatz zu optimieren und den Stickstoffeintrag in das Grundwasser zu verringern. Insgesamt werden von den Beraterinnen und Beratern hierfür jährlich mehr als 1.200 Düngeempfehlungen erstellt.

    Mit den nunmehr unterzeichnenden Verträgen wird der Grundstein für die Fortführung der gewässerschutzorientierten Beratung in den kommenden drei Jahre gelegt. In der Vergangenheit wurden die Verträge üblicherweise nur für eins bis maximal zwei Jahre abgeschlossen. Dieses Jahr werden nun erstmalig Mittel für drei Jahre (2018-2020) bereitgestellt.

    Regierungspräsidentin Lindscheid: „Dies bietet allen Beteiligten ein hohes Maß an Planungssicherheit Die Kosten, die vom Land Hessen getragen werden, sind für den Bereich des Regierungspräsidiums Darmstadt mit ca. 2,35 Mio. Euro veranschlagt, die für Beratungen und Maßnahmen in Südhessen zur Verfügung stehen“.

  10. Neue Gesellschaft unterstützt die hessischen Landwirte

    Unvorhersehbare Notsituationen führen gerade in landwirtschaftlichen Betrieben zu großen Herausforderungen. Wichtig ist in solchen Situationen, schnell im Zuge der Betriebshilfe für eine Aufrechterhal­tung des Betriebes zu sorgen. Gleiches gilt für die landwirtschaftlichen Haushalte. Anlaufstelle sind dann häufig die Kreisgeschäftsstellen des Hessischen Bauernverbandes sowie die Geschäftsstellen der Maschinenringe Hessen und der hessischen Landfrauen.


    Vertragsunterzeichnung in Kassel
    Von links: Dr. Heiko Habermann und Uwe Roth
    (jeweils Geschäftsführer der Betriebs- und Haushaltshilfe Hessen GmbH), Frank Hassenpflug, Thorsten Kleeberg, Dirk Ender (jeweils SVLFG), Claudia Lex (Geschäftsführung SVLFG), und Peter Voss-Fels, HBV-Generalsekretär HBV. 
    Foto: SVLFG
    Um in Not geratene Betriebe, zum Beispiel wegen einer Krankheit des Landwirts, unterstützen zu können, ist in der vergangenen Woche die Betriebs- und Haushaltshilfe Hessen GmbH gegründet worden. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.
    Die Gesellschaft unterstützt dabei als Dienstleister der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in Hessen diese bei der Erfüllung ihres Auftrages. Antragstellung und Bewilligung der Einsätze erfolgen laut der Meldung durch die SVLFG. Erst danach komme die Betriebs- und Haushaltshilfe Hessen zum Zug und können dann über den an­trag­stellenden Betrieb diesem den passenden qualifizierten Betriebshelfer entsenden. Der Vorteil für die Antragsteller liegt in der Vereinfachung der Abwicklung, heißt es weiter. Alle Be­triebshelfer sind Arbeitnehmer der GmbH, das heißt der Landwirt muss sich zum Beispiel nicht mehr um Abrechnungsmodalitäten kümmern. Die Abrechnung der Einsätze erfolge dann zwischen der Betriebs- und Haushaltshilfe Hessen GmbH und der SVLFG. „Wir kommen damit einem Wunsch unserer Landwirte nach, die sich eine Ver­ein­fach­ung der Abläufe und vor allem Ansprechpartner vor Ort wünschen“, wird Peter Voss-Fels, Generalsekretär des HBV, zitiert.
    Aktuell laufen die Einstellungs­verfahren für qualifizierte Betriebshelfer, damit demnächst die ersten Einsätze erfolgen können. „Der Bedarf an Betriebshilfe in Hessen lässt sich aus den Vorjahreszahlen ableiten und ist beachtlich. Der tatsächliche Bedarf wird in der Startphase des Betriebes noch nicht vollständig mit eigenen Betriebshelfern abzudecken sein können. Hierfür wird um Verständnis gebeten. Die SVLFG wird dann entscheiden, ob sie eigene Betriebshelfer entsendet oder der Betrieb eine eigene Ersatzkraft gegen Kostenerstattung beschaffen muss. „Wir sind zuversichtlich, schnell weitere Bewerber für den Beruf des Betriebshel­fers zu gewinnen und freuen uns auf qualifizierte Bewerbungen“, so die Ge­schäfts­führer der Betriebs- und Haushaltshilfe Hessen, Dr. Heiko Habermann und Uwe Roth.
    Vergangene Woche wurde laut der Mitteilung die Zusammenarbeit zwischen der SVLFG und der Betriebs- und Haushaltshilfe Hessen GmbH durch Vertragsschluss besiegelt, um so best­mög­li­che Hilfe für die betroffenen Landwirte, unabhän­gig von einer Mitgliedschaft bei den Ge­sellschaftern der Betriebs- und Haus­halts­hilfe Hessen GmbH, zu erreichen, heißt es.
    (Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt, LW – LW 27/2017, https://www.lw-heute.de/betriebs-haushaltshilfe-hessen-gmbh-gegruendet)
  11. AKKOR steht für die Vereinigung für bäuerliche Betriebe und Genossenschaften in Russland. Durch ein Kooperationsprogramm zwischen dem Deutschen Bauernverband und AKKOR fand im Zeitraum vom 15.- 21.10.2017 ein Seminar für die Vertreter der AKKOR-Verbände aus Russland in Hessen statt.
    Ziel des Seminares war es, den Teilnehmern einen Einblick in die Arbeit der Bauernverbände in Deutschland zu geben und in diesem Zusammenhang verschiedene landwirtschaftliche Betriebe, genossenschaftliche Einrichtungen oder Maschinen-/Erzeugergemeinschaften vorzustellen.
    Hierüber sollte verdeutlicht werden, wie sich die Verbände und Landwirte organisieren und zusammenschließen, um effizient zu arbeiten.
    Erfreulicherweise erklärte sich auch ein Mitgliedsbetrieb des WBL Hessen bereit, seine Türen für den Besuch zu öffnen und somit fand am 17. Oktober der Besuch der russischen Delegation beim BBLV Hofheim statt. 
    An dieser Stelle danken wir dem Geschäftsführer, Herrn Sebastian Heiser, recht herzlich für seine Unterstützung!

    Anbei ein paar Impressionen des Besuchs:

  12. Maschinenringe und Bodenverbände koordinieren den Einsatz von Drohnen zur Verteilung von Schlupfwespen Larven in Maisbestände. Diese Maßnahme ist in Befallsgebieten hochgradig wirtschaftlich.


    Der Einsatz braucht jedoch eine Besondere Vorbereitung.

    Um diese zu erledigen bitten wir beiliegendes Formular auszufüllen und sich mit uns oder dem MR Wetterau in Verbindung zusetzen.


    Entscheiden sie sich bitte frühzeitig für den Einsatz weil die Schlupfwespen Larven erst vermehrt werden müssen. Der biologische Prozess dauert 4 Wochen. Der Einsatz ist ab Mitte Juni sinnvoll.

          


      Hier erhalten Sie das entsprechende Bestellformular